Miau!
Im Bentamastar lese ich, dass es dort Überlegungen gibt, eine Katze anzuschaffen. Nun, da muss ich doch in meinem Gedächtnis kramen und ein paar Katzengeschichten zum besten geben. Die erste Katze, mit der ich nähere Bekanntschaft machte, war Cookie. Weil wir als Kinder des Englischen nicht mächtig waren, schrieb sich das Kuckie. Cookie war ein böser, alter, fetter, kastrierter launischer Kater.
Nur ab und an ließ er sich streicheln. Diese romantischen tête-à-tête beendete er regelmäßig durch einen schmerzhaften Schlag mit der Tatze. Cookie war der Kater der Nachbarin und einmal wollte die Tochter ihn baden. Das ist natürlich bei einer Katze eine Schnapsidee, bei Cookie eine sehr gefährliche. Jedenfalls war die Tochter am nächsten Tag bepflastert und verbunden, als wäre sie in eine Explosion geraten.
Cookie ist sehr alt geworden und zufrieden und böse gestorben.
Der nächste Kandidat hieß Tarzan. Ich bekam ihn aus dem Wurf einer Freundin. Süß und klein wie junge Katzen sind, wollte ihn meine Mutter dennoch nicht haben. Er konnte bei einem Freund unterkommen. Dort wurde schnell festgestellt dass Tarzan eine Jane ist. Der Name wurde dennoch beibehalten. So kam es oft zu der Situation, dass die Mutter des Freundes laut: Tarzan! in den Garten rief.
Tarzan entwickelte sich leider so ähnlich wie Cookie. Sie wurde launisch, böse, aber nicht ganz so fett. Und sehr alt ist sie auch geworden.
Kommen wir zum kleinen Sonnenschein Humphrey. Ich lebte als Bummelstudent mit anderen Bummelstudenten auf dem Land in einem alten Bauernhof. Um Status eines Land-Studenten gehörten natürlich Katzen. Wir hatten zwei. Jule, die Frau Mama und eben Humphrey, der verzärtelte Sohnemann. Unsere Katzen waren leider gar nicht in das Dorf-Katzen-Leben integriert. Es kam schließlich so, dass die fiesen, ruppigen Dorfkatzen ein Schlupfloch in unser Haus fanden, unsere Katzen verprügelten und ihr Futter wegfrassen. Wimmernd fanden wir sie dann am nächsten Morgen vor unseren Türen. Wir mussten sie also beschützen. Sie waren süß, liebebedürftig und sehr verschmust, vor allem Humphrey. Leider fand er ein jähes Ende auf der Straße. Der kleine Tollpatsch konnte die Gefahr nicht richtig einschätzen, obwohl ihm seine Mutter die Risiken immer wieder klarmachte. Das haben wir oft beobachtet.
Jetzt könnten noch die Geschichten von der Katze die wie ein Hund war kommen und die von der Katze die einen stundenlang anstarrte.
Ich hoffe, dass die Geschichten im Sinne einer Bentamastar'schen Katzenanschaffung nicht zu negativ ausgefallen sind.


1 Comments:
nee ist ok.. mir kommen auch die ganzen alten geschichten hoch.. am liebsten war mir lee, eine nachbarskatze mit ausgang, die mich gerne und oft besucht hat. einen bissigen alten roten kater gabs auch einmal in der nachbarschaft, der war schwerhörig und lag im sommer öfter auf der verkehrsberuhigten straße.. zum glück war er so auffällig, das die autos immer angehalten haben ansonsten hat er auch gerne ohrfeigen verteilt.
2:28 PM, October 23, 2006
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