Keine Werbung bitte!
In einigen Gegenden von Wilmersdorf, Charlottenburg und Zehlendorf, dort wo die Ein- oder auch Zweifamilienhäuser mit einem Schlag Richtung Villa stehen, gibt es so gut wie keinen Briefkasten ohne diesen Aufkleber: Keine Werbung bitte. Manchmal auch: Keine Reklame.
Manchmal sind es selbstgemalte Bilder, die die Kinder der Familien angefertigt haben. In meiner Gegend sieht man die Dinger seltener.
Hier könnte man Aufkleber mit folgender Aufschrift brauchen: Werbung? Mir doch egal, werf ich eh auf den Boden.
Das betrifft dann auch die Mülltrennung, die hier nur eine theoretische ist. Es liegt wohl daran, dass ökologisches Bewusstsein in einem Umfeld in dem sehr viele am oder auch unter dem Existenzminimum leben, nicht besonders gut gedeiht.


2 Comments:
Und was den Reichen nicht juckt, weil er Geld hat und den Armen nicht juckt, weil das System bei ihm eh nicht funktioniert, muss dann der Mittelständer ausbaden. So zum Beispiel unsere Abfallentsorgung die da sagt, ich muss pro Kopf 30 Liter Müll entsorgen, die ICH aber gar nicht wirklich produziere, weil vernüftig getrennt wird. Aber bezahlen muss ich das deswegen, weil an anderer Stelle (eben in diesen Brennpunkten) keine Müllrennung betrieben wird, sondern reine Containerwirtschaft - egal was, alles rein damit. Und so etsteht Ärger *seufz*
11:02 AM, November 14, 2006
Ja nun, den Ärger kann ich zwar verstehen, aber genauso verstehe ich Leute die keine Lebensperspektive haben, weil sie vielleicht morgen das Land verlassen müssen oder nie eine Arbeit finden werden und deshalb die Probleme des Mittlestands bei ihrem Müllverhalten nicht reflektieren...
10:16 AM, November 15, 2006
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